Finetech liefert 2000. Bonder aus

Das russische Institut für Hochenergie-Physik (IHEP) in Protvino arbeitet künftig mit dem FINEPLACER® lambda

Finetech betreut gemeinsam mit seinem russischen Vertreter EuroIntech schon seit einigen Jahren den russischen Markt für Mikromontageanwendungen. Zahlreiche renommierte Institute, Universitäten und Forschungseinrichtungen im ganzen Land vertrauen bereits auf die Bond- und Reparatursysteme Made in Germany.

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Geschäft und tausenden Maschineninstallationen auf der ganzen Welt ist Finetech Premiumpartner für Kunden in einem breiten Spektrum, angefangen von Luftfahrt, Medizintechnik, Unterhaltungselektronik, Halbleiterindustrie, Optoelektronik, Verteidigung bis hin zu allen Arten von Bildungs, Forschungs- und Entwicklungszentren.

In diesen Tagen hat Finetech einen Grund, besonders stolz zu sein. Mit der Auslieferung eines FINEPLACER® lambda an das Institute for High Energy Physics in Protvino bei Moskau wurde das mittlerweile 2000. FINEPLACER® Bondsystem erfolgreich in Betrieb genommen.

Das weit über die Grenzen Russlands hinaus anerkannte und vernetzte IHEP beherbergt seit 1967 den stärksten Protonenbeschleuniger Russlands. Physiker des IHEP engagieren sich in zahlreichen Forschungsprogrammen weltweit, nicht zuletzt gemeinsam mit dem CERN an der experimentellen Nutzung und Weiterentwicklung des Large Hadron Colliders.

Dr. Alexander P. Vorobyev (Chief Science Officer, IHEP), der maßgeblich an der Auswahl und Integration der neuen Maschine in das Institut beteiligt war, stellte sich anlässlich der feierlichen Übergabe für ein kurzes Gespräch zur Verfügung:

 

1. Das IHEP hat sich für die Investition in ein FINEPLACER® System entschieden. Was gab den Ausschlag?

In Versuchsgeräten zur Erforschung subatomarer Strukturen der Materie im Gebiet der Hochenergiephysik ist die Verwendung sogenannter Pixelarray-Detektoren weit verbreitet. Diese erlauben es, die Lage radioaktiver Folgeprodukte im Raum mit einer Genauigkeit von bis zu einigen Mikrometern zu bestimmen. Bei der Herstellung werden solche Halbleiterdetektoren mit einer Platziergenauigkeit kleiner 1 µm nach dem Flip-Chip-Prinzip gelötet. Wir haben uns mit den dafür geeigneten Geräten aus Laboratorien vieler Länder vertraut gemacht (Schweiz, Frankreich, Deutschland, Finnland) und sind zu dem Entschluss gekommen, dass sich der FINEPLACER lambda® hinsichtlich unserer Kriterien (Produktionsumfang, Wartung, benötigte Ressourcen, Infrastruktur) am besten eignet.

2. Das IHEP kollaboriert mit physikalischen Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt, darunter CERN, DESY und Fermilab. Hatten Sie im Vorfeld bei Partner-Instituten bereits Berührung mit Systemen von Finetech gehabt und Eindrücke sammeln können?

Uns ist der Einsatz der FINEPLACER® lambda Geräte bei der Herstellung von Pixelarray-Detektoren bereits von Kollegen aus dem Ausland bekannt. Ihr Vertrauen in diese Geräte war auch eines der ausschlaggebenden Argumente für die Auswahl, denn uns war es wichtig, im Falle irgendwelcher Schwierigkeiten eine kompetente Beratung zu erhalten.

3. Können Sie kurz beschreiben, welche Anwendungen Sie künftig auf dem FINEPLACER® lambda bearbeiten werden?  Für welche Projekte ist der Einsatz des Systems geplant.

Zunächst einmal ist geplant, den Flip-Chip-Bonder für die Herstellung von Pixelarray-Detektoren zu nutzen. Diese sollen für die Ortung geladener Teilchen in den Teilchenbeschleunigern des IHEP und JINR eingesetzt werden. Auf diese Weise wird das Niveau der durchgeführten Experimente auf dem Gebiet der Hochenergiephysik auf eine qualitativ höhere Ebene gehoben. Außerdem gibt es eine Nachfrage nach Pixelarray-Detektoren in den Zentren für Synchrotronstrahlung im Kurtschatow-Institut (Moskau) und im INP (Nowosibirsk). Es wird auch angedacht, die Detektoren für die Entwicklung der Medizintechnik zu verwenden (insbesondere Detektoren auf Galliumarsenid - Basis)

4. Platziergenauigkeit, Parallelität, flexibles Equipment - welche Schlüsselkompetenzen des Systems sind für Ihre Aufgaben von besonderer Bedeutung?

Alle oben genannten Eigenschaften des Gerätes sind für die Herstellung von Pixelarray-Detektoren zur Ortung von Teilchen erforderlich (aber auch für Grundlagenforschung, Industrie, Medizin usw.).

5. Können Sie zum Schluss bitte kurz die bisherige Zusammenarbeit mit Finetech in der Beratungs- und Evaluierungsphase einschätzen? Wie wichtig war Ihnen zudem, mit EuroIntech Support direkt vor Ort zu haben?

Bis jetzt sind wir voll und ganz zufrieden mit der Zusammenarbeit sowohl mit Finetech als auch mit EuroIntech. An dieser Stelle ist es erwähnenswert, dass bereits ein Jahr vor der Abschließung des Kaufvertrages die Spezialisten von EuroIntech Versuche direkt bei Finetech organisierten, bei denen wir die Möglichkeit hatten, Pixelarray-Detektoren zu löten.

Unsere Erfahrung im Umgang mit hochentwickelten Geräten aus dem Ausland hat uns gelehrt, dass die Unterstützung vor Ort absolut wichtig ist. Mit EuroIntech an unserer Seite wissen wir, dass wir die Maschine stets so effektiv wie möglich betreiben.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für Ihre Projekte und Vorhaben!

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